das war 09/10
...


dienstag 22. juni 2010
kleine verbrechen

Christos Georgiou

Krimikomödie, Griechenland / D / Zypern 2008 - 85 min

gr


1

5


2

6

3

7

 

Was gibt es für einen Poli­zisten auf einer kleinen griechischen Insel schon zu tun? Ein paar Nackt­bader verwarnen, die klapp­rigsten Autos aus dem Verkehr ziehen, ansonsten Sonne und Meer. Dumm nur, dass ihn keiner ernst nimmt, den Polizei­anfänger Leonidas. Wer wird sich von einem Neu­ling belehren lassen, wo doch alle nur tun, was sie schon immer getan haben?
Als in dieser Idylle eine Leiche gefunden wird, ist sich Leonidas sicher, dass sein großer Tag gekommen ist. Endlich die lang ersehnte Chance, den Kommissar in ihm unter Beweis zu stellen. Angeliki, das schönste Mädchen der Insel und inzwischen Fernseh­star in Athen, taucht über­raschend wieder auf und ist neben ihm die Einzige, die sich für den Fall inter­essiert. Doch die einge­schworene Dorf­gemein­schaft will von einem Mord nichts wissen. Als dann plötzlich doch jeder eine eigene Version des Tat­hergangs aus dem Hut zaubert, wird Leonidas miss­trauisch…
Bis über beide Ohren verliebt stürzt er sich in sein größtes Aben­teuer – und stößt auf ein paar Schuhe, einen Becher Milch­reis, ein geheim­nis­volles Foto­album und jede Menge Erd­beer­eis.
Einge­bettet in die beein­druckende Schön­heit der Insel Thirassia erzählt der Film von skurrilen, aber ausge­sprochen liebens­werten Menschen und ihren kleinen Verbrechen. Eine erfri­schende Krimi­komödie mit warm­herzigem Charme, die einem die Insel und ihre Be­wohner sofort ans Herz wachsen lässt.



dienstag 4. mai 2010
allein unter nachbarn

Ein Film von Álex De La Iglesia


mai

spanien 2000
106 min

 

 

Carmen Maura (,Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs') verkörpert in
ALLEIN UNTER NACHBARN - LA COMUNIDAD Julia, eine Mittvierzigerin, die
für eine Immobilienfirma Wohnungen vermietet. In einem ihrer Objekte
stößt sie auf eine verweste Leiche und in einem Versteck auf 300
Millionen Peseten. Das Problem ist nur, den unverhofften Reichtum
unbemerkt aus dem Haus zu schaffen, denn eine skrupellose Meute von
Nachbarn hat seit Jahren auf den Schatz im oberen Stockwerk spekuliert
und ist, von Gier zerfressen, zu allem bereit...
Mit seinem fünften Spielfilm, einem rabenschwarzen Psychothriller über
Nachbarschaftsterror der unkonventionellen Art, begibt sich Regisseur
Álex de la Iglesia auf die Spuren Alfred Hitchcocks. ALLEIN UNTER
NACHBARN - LA COMUNIDAD ist 'suspense at it's best': der Film wurde in
Spanien als einer der erfolgreichsten Kinofilme mit drei "Goyas"
ausgezeichnet.
Er vereinigt in sich alles, was ein guter Thriller
braucht: Action, Spannung, Tragik und eine gute Portion bitterbösen
schwarzen Humor
.

 

Regisseur: Álex de la Iglesia
Produzent: Andrés Vicente Gómez
Drehbuch: Jorge Guerricaecheverría, Álex de la Iglesia
Co-Produzent: Marco Gómez
Produktionsleitung: Juanma Pagazaurtundua
Kamera: Kiko de la Rica
Künstlerische Leitung: José Luis Arrizabalaga und „Biaffra“
Ton: Antonio Rodríguez
Schnitt: Alejandro Lázaro
Regieassistenz: Telmo Esnal
Digitale Effekte: Félix Berges-Daiquiri
Musik: Roque Baños
mit: Eduardo Antuña, María Asquerino, Jesús Bonilla, Marta Fernández Muro,
Paca Gabaldón, Ane Gabarain, Sancho Gracia, Emilio Guttiérrez Caba, Kiti Manver,Terele Pávez, Roberto Perdomo, Manuel Tejada,Enrique Villén,
Eduardo Gómez


dienstag 13. april 2010
man muss mich nicht lieben

Ein Film von Stéphane Brizé
mit Patrick Chesnais und Anne Consigny


frankreich 2005
93 min

april

 

Von wegen Lebensfreude: Jean-Claude ist über 50 - und Gerichtsvollzieher. Pfändet und setzt Schuldner vor die Tür. Man liebt ihn nicht, versteht sich. Bis er sich aufrafft, einen Tango-Tanzkurs anzutreten ...
Er trifft auf Francoise, die ihn verzaubert. Plötzlich fühlt er, was es heißt, allein zu sein - und wagt, schüchtern und leise zu hoffen. Doch Francoise steht vor der Hochzeit mit einem verhinderten Künstler. Sie tanzt und schweigt. Tief ist die Verwirrung der Gefühle, in die sie Jean-Claudes wortloses Werben stürzt ...



dienstag 30. märz 2010
couscous mit fisch

Ein Film von Abdellatif Kechiche


Couscous mit Fisch

frankreich 2007
151 min
Originaltitel: La graine et le mulet

 

 

Mit immerhin 60 Jahren muss sich Hafenarbeiter Slimani (Habib Boufares) tagtäglich zu seinem knochenharten Job in der südfranzösischen Hafenstadt Sète schleppen. Finanzielle Engpässe, Ärger als geschiedener Vater und der nagende Verdacht, ein ziemlicher Verlierer zu sein, setzen ihm zu. Seit Jahren hat er sich von seinem großen Traum, ein eigenes Restaurant zu eröffnen, entfernt. Nun fasst sich seine Familie ein Herz und unterstützt die Pläne.

Vielfach preisgekröntes Immigrantendrama um eine maghrebinische Einwandererfamilie, die jahrzehntelang malocht hat und dennoch nie in ihrer neuen Heimat angekommen ist. Der tunesischstämmige Abdel Kechiche ("Voltaire ist schuld") dichtet eine realitätsnahe Alltagsgeschichte.

 

Regie: Abdellatif Kechiche
Drehbuch: Abdellatif Kechiche
Kamera: Lubomir Bakschew
Schnitt: Ghalia Lacroix,
Camille Toubkis


dienstag 26. jänner 2010
blue moon

Andrea Maria Dusl

Josef Hader
Viktoria Malektorovych
Detlev W. Buck
Ivan Laca
Peter Aczel
Andrea Karnasová
Emöke Vinczeová
Orest Ogorodnik
Sergey Romaniuk

 

Es ist die Liebe, die Johnny Pichler (Josef Hader) vom sicheren Westen tief in den Osten Europas treibt. Johnny, der stoische Geldbote, sucht Shirley, eine mysteriöse Blonde, die ihr Glück in Hotelzimmern verloren hat. Dabei findet er nur ihre Zwillingsschwester Jana, die Taxifahrerin, die von ihrer Vergangenheit im ukrainischen Lviv gefangen gehalten wird, und Ignaz (Detlev Buck), einen gestrandeten Ostdeutschen, der durch den Postkommunismus stolpert. Ein Spiel von Nähe und Flucht schickt sie alle auf eine Odyssee der Gefühle, ehe über dem Hafen des fernen Odessa der Blaue Mond aufzieht.

Das Filmdebüt von Andrea Maria Dusl ist ein modernes Märchen über die Liebe zwischen Ost und West; ein Road Movie in jene Länder, die jahrzehntelang vom Eisernen Vorhang verborgen waren.

jan1

 

Österreich 2002 / 90 min

BLUE MOON war der offizielle österreichische Wettbewerbsbeitrag in Locarno 2002.



mittwoch 27. november 2009
let's make money

Erwin Wagenhofer

 

Filmemacher Erwin Wagenhofer folgt in seinen neuen, aufrüttelnden Dokumentarfilm der Spur unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem.
Nach 'We Feed the World', der spektakulären Dokumentation über unsere Nahrungsmittel hat der Filmemacher Erwin Wagenhofer einen neuen, aufrüttelnden Dokumentarfilm für das Kino gedreht: In 'Let's make MONEY' folgt er der Spur unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem. Wagenhofer blickt hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherern. Sobald wir ein Konto eröffnen, klinken wir uns in die weltweiten Finanzmärkte ein - ob wir wollen oder nicht. Die Bank speist unser Guthaben in den globalen Geldkreislauf ein. Möglicherweise verborgen Banken, Versicherer oder Pensionsfonds unser Geld auch an einen Spekulanten. Wo unser Schuldner lebt und was er tut, um uns die Zinsen zu bezahlen, bleibt im Verborgenen. Die meisten von uns interessiert es auch nicht, weil wir gerne dem Lockruf der Banken folgen: 'Lassen Sie ihr Geld arbeiten!' Doch Geld kann nicht arbeiten: arbeiten können nur Menschen, Tiere oder Maschinen.

 

Österreich 2008

Deutscher Dokumentarfilmpreis 2009!

In Zusammenarbeit mit ATTAC-Gruppe Mödling


dienstag 27. oktober 2009
tanz in die freiheit

Patrick O'Connor

 

okt1


okt5

        

 

GB, Irland, USA  1998
Pat O‘Connor
Meryl Streep
Michael Gambon
Catherine McCormack
Cathy Burke
Sophie Thompson

Musik: Bill Whelan
Produzent: Noel Pearson
Buch: Brian Friel

okt

 

1936: Europa und die Welt brodeln, Krieg liegt in der Luft. Doch davon merkt man nichts in dem kleinen irischen Dorf, in dem der achtjährige, uneheliche Michael mit seiner Mutter und deren vier Schwestern lebt. Alles verläuft in seinen gewohnten Bahnen - doch dann kehrt völlig überraschend Jack zurück, der ältere Bruder der Frauen. Nach 25 Jahren in Afrika findet sich Jack in seiner alten Heimat kaum noch zurecht. Auch die Schwestern fühlen sich von ihrem Bruder entfremdet. Als dann wie aus dem Nichts auch noch Gerry, der Vater vom kleinen Michael, auf seinem Motorrad angeknattert kommt, ist allen klar: Dieser Sommer wird ihr gesamtes Leben verändern...

 

o



dienstag 15. september 2009
kubanisch reisen

Juan Carlos Tabío


"Eine Parabel um eine Utopie, um einen gemeinsamen Traum, der realisierbar ist, wenn alle anpacken. In KUBANISCH REISEN geht es um Solidarität, um so etwas wie menschliches Mitgefühl und Eigeninitiative."

kuba1

Originaltitel Lista de espera
Genre Komödie
Land & Jahr Kuba/Spanien/Frankreich/Mexiko 1999
FSK & Länge 106 min.
Regie Juan Carlos Tabío
Darsteller Vladimir Cruz, Thaimi Alvarino, Jorge Perugorría, Saturnino García, Lina Rodríguez


Auf der Busstation eines kleinen Städtchens in Kuba warten mehrere Dutzend Menschen auf eine Fahrgelegenheit. Emilio, ein junger Ingenieur, triff auf Jacqueline, eine junge Frau auf dem Weg nach Havanna zu ihrer Hochzeit. Und dann ist da noch der alte Avelino. Und die leidende Mutter. Und die gebrechliche Seniorin. Und ein Blinder. Und alle hoffen auf eine Sonderbehandlung. Doch als nach Stunden langen Wartens endlich ein Bus kommt, ist nur ein Platz frei - der im losbrechenden Tumult ungenutzt bleibt.

Es bleibt nur noch eine Hoffnung: Der fahruntüchtige Stationsbus, den Stationsvorsteher Fernández und seine Mechaniker zu flicken versuchen . . . Es ist beinahe Mitternacht, als der Bus Richtung Havanna endlich repariert und abreisefertig ist. Für Emilio und Jacqueline, die sich auf Anhieb gut verstanden haben, ist die Zeit des Abschieds gekommen. Die Reisenden Richtung Havanna nehmen ihre Plätze ein, die Fahrt geht los. Zumindest einen Meter weit, bis der Bus endgültig zusammenbricht. Wütend und enttäuscht wollen die Passagiere nach Hause gehen, aber Emilio schlägt vor, dazubleiben und den Bus einfach selbst zu reparieren. Die Reisenden nehmen diese Herausforderung an. Es stellt sich heraus, dass der blinde Mann ein hervorragender Mechaniker ist, aber um den Bus wieder fahrtüchtig zu machen, benötigt er eine kleine Stahlplatte, die trotz aller Bemühungen nicht aufzutreiben ist. Vielleicht findet sich am nächsten Morgen ein Ersatzteil. Die langen Gespräche während der nächtlichen Wartezeit haben Emilio und Jacqueline einander näher gebracht - leider beschließt Jacqueline in dem Augenblick, als sie sich küssen wollen, nach Hause zu gehen. Emilio bleibt nichts anderes übrig, als sich hinzulegen und einzuschlafen.

Am nächsten Morgen versucht jeder, die Wartezeit sinnvoll zu gestalten: Einige suchen nach dem Ersatzteil für den Bus, andere reinigen die Toiletten oder treiben etwas zum Essen auf. Und Emilio stellt erfreut fest, dass Jacqueline geblieben ist. Die leblose Busstation wird durch die Menschen, die gegen ihren Willen länger an diesem Ort verharren müssen, lebendig. Es entsteht eine Intimität zwischen den Reisenden; jeder einzelne beginnt seine Wünsche und Träume, die er bisher nicht verwirklichen konnte, umzusetzen. Werden die Wartenden ihre Reise fortsetzen?



kuba3

 



kuba2