das war 10/11 ...


Dienstag, 28. Juni 2011
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Eine Komödie von Antoine de Caunes
WIR VERSTEHEN UNS WUNDERBAR
mit Charlotte Rampling und Jean Rochefort
Frankreich 2007, 92 Min., deutsche Fassung

Ihre Fans feierten sie als das glamouröseste Liebespaar der 70er Jahre - und trauerten umso mehr, als es überraschend zur Trennung kam. 30 Jahre später begegnen sich Louis (Jean Rochefort) und Alice (Charlotte Rampling) erstmals wieder, und die kleinen Rachegelüste und ironischen Seitenhiebe seiner lang Verflossenen werden zu einer schmerzlichen Erfahrung für den alternden Casanova. Alice hatte Louis' ständige Seitensprünge nicht mehr ertragen und sich mit adligem Gatten und inzwischen erwachsenem Sohn ein gemütliches Nest geschaffen. Doch so kratzbürstig Alice und Louis sich auch geben, ihre alte Liebe scheint wenig Rost angesetzt zu haben in all den Jahren. Etwas unbeholfen, doch völlig unverkrampft wagt das verrückte Paar noch mal ein romantisches und amouröses Abenteuer, das ihre Welt ein wenig aus den Angeln hebt.
In der Tradition klassischer Screwball-Comedies inszenierte Antoine de Caunes das unerwartete Wiedersehen eines einstigen Glamour-Traumpaars, das sich vor 30 Jahren den Laufpass gegeben hatte. Ein hervorragendes Ensemble - angeführt von Charlotte Rampling und Jean Rochefort - versteht es vorzüglich, die Romantik dieser alten, neu entdeckten Liebe mit bitter-ironischen Dialogen und burlesker Situationskomik zu brechen.



Dienstag, 26. April 2011
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Woody Allen
MATCH POINT
USA 2005 · 123 Minuten

Ein smarter Emporkömmling schleicht sich als Tenniscoach in die höchsten Kreise der Londoner High Society ein. Er ist Everybody’s Darling, bis er sich in die falsche Frau verliebt und einen teuflischen Plan ausheckt. Ein tiefgründiges Gesellschafts-Spiel zwischen Luxus und Leidenschaft, Unschuld und Mord, heißen Tränen und kalter Berechnung.
Für die Dreharbeiten zu MATCH POINT verließ Woody Allen erstmals für einen ganzen Film das heimatliche New York und drehte in London (Tate Modern, St. James Park, Gherkin-Tower, Buckinghamshire): „In Manhattan ist es im Sommer heiß, und die Sonne bringt mich um. In London ist es kühl, der Himmel ist grau – einfach perfekt für mich.“ Raffiniert verbindet Woody Allen in seiner 39. Regiearbeit das Aufsteigerthema mit moralischen Fragen wie Verbrechen ohne Strafe, Schicksal und Glück. In MATCH POINT widmet sich der Filmemacher einem klassischen Motiv der großen Literatur des neunzehnten Jahrhunderts und überträgt es ebenso packend wie trickreich, ebenso glaubwürdig wie phantasiereich in die britische Upper Class der Gegenwart.
Mit Brian Cox, Matthew Goode, Scarlett Johansson, Emily Mortimer, u.a.



Dienstag, 12. April 2011
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Kenan Kiliç
GURBET - IN DER FREMDE
Österreich 2008 · 93 Minuten

Nach dem Film: Gespräch mit dem Regisseur Kenan Kiliç!

GURBET – IN DER FREMDE erzählt die Geschichten von neun ArbeitnehmerInnen aus der Türkei, die als erste Generation von ArbeitsmigrantInnen ab 1964 nach Österreich gekommen sind. Sie haben den größten Teil ihres Lebens in Österreich verbracht und stehen jetzt bereits an der Schwelle zur Pensionierung. In der Türkei sind sie Fremde, aber ist Österreich wirklich zur Heimat geworden? Kenan Kiliç sammelt ihre Erinnerungserzählungen von der Zeit in der Türkei vor dem Aufbruch in das Arbeitsleben und dann als ‚GastarbeiterInnen’ in Österreich bis zur Gegenwart in einer exemplarischen oral (visual) history Filmchronik.



Mittwoch, 16. März 2011
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Kay Pollack
WIE IM HIMMEL
Schweden 2004 · 125 Minuten, deutsche Fassung

WIE IM HIMMEL schildert die berührende und mitreißende Geschichte eines weltberühmten Musikers, der sein Leben ändert und erst in der Arbeit mit
dem kleinen Chor seiner schwedischen Heimatgemeinde Erfüllung und
persönliches Glück findet. Der Film nimmt uns mit auf eine Reise in den
herb-schönen Norden Schwedens und erzählt auf zärtliche Weise eine
Geschichte über die Umwege zum Glück, über das Erlebnis, den eigenen Ton
zu finden und das Abenteuer, das eigene Paradies zu entdecken.
Mit Michael Nyqvist, Frida Hallgren, Helen Sjöholm, u.a.



Dienstag, 25. Jänner 2011
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Fernando Meirelles
DIE STADT DER BLINDEN
Japan/Brasilien/Kanada 2008 · 120 Minuten, deutsche Fassung

Fernando Meirelles ("Der ewige Gärtner") verfilmt den Roman von
Nobelpreisträger José Saramago über eine Welt, in der die Menschen auf
mysteriöse Weise erblinden.
Es beginnt ohne Vorwarnung: Am Steuer seines Autos wird ein Mann (Yusuke
Iseya) blind: Er sieht nur noch weißen Nebel. Allen, die er trifft,
widerfährt das gleiche Schicksal: seiner Frau (Yoshino Kimura), seinem
Arzt (Mark Ruffalo), dem guten Samariter (Don McKellar), der ihn nach
Hause brachte. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Krankheit, und die
Regierung fällt eine Entscheidung. Alle an der Weißen Blindheit
erkrankten Menschen werden in einer verlassenen Heilanstalt interniert,
wo schnell das Chaos regiert. Und mittendrin ist der einzige Mensch, der
von der Epidemie verschont bleibt: Die Frau des Arztes (Julianne Moore).
Der Roman von Nobelpreisträger José Saramago galt lange als
unverfilmbar. Fernando Meirelles schuf ein meisterliches Epos über eine
in Blindheit gestürzte Welt, das dem Publikum die Augen öffnet. DIE
STADT DER BLINDEN eröffnete die Filmfestspiele in Cannes 2008.



Montag, 20. Dezember 2010
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Denis Dercourt
DAS MÄDCHEN, DAS DIE SEITEN UMBLÄTTERT
Frankreich 2006 · 81 Minuten, deutsche Fassung

Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird. Am Anfang steht der zerbrochene Traum eines kleinen Mädchens, das an der Aufnahmeprüfung am Konservatorium scheitert, weil die renommierte Pianistin in der Jury während ihres Vorspiels ein Autogramm gibt. Jahre später wird die einst Gescheiterte zum Mädchen, das die Seiten der berühmten Klaviervirtuosin umblättert und dabei an nichts anderes als ihren Racheplan denkt.
"Denis Dercourt protokolliert Aufstieg und den Fall zweier unterschiedlicher Frauen dramaturgisch präzise, schneidend, glasklar.

Das auf wenige Figuren reduzierte, brillant besetzte Ensemble kommuniziert in stummen Gesten, ahnungsvollen Blicken, sprechenden Andeutungen kontrapunktisch zur transparenten Erzählstruktur. Das große Finale allerdings findet meuchlings statt, dann, wenn wir längst in Dur gestimmt sind und nur mehr Harmonie erwarten." (NZZ)


Dienstag, 23. November 2010
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Eran Kolirin
DIE BAND VON NEBENAN
Israel/Frankreich 2006 · 83 Minuten, deutsche Fassung

Bürokratie, Pech und Zufall lassen eine kleine ägyptische Polizeikapelle
in Israel stranden. So findet sich die Band in einem gottverlassenen
Nest mitten in der israelischen Wüste wieder - eine verlorene Kapelle an
einem verlorenen Ort. Und da es in dem trostlosen Städtchen auch kein
Hotel gibt, muss die schüchterne Truppe private Quartiere für die Nacht
finden. Ganz unvorhergesehen kommen sich Ägypten und Israel durch dieses
dumme Missgeschick sehr nah.
DIE BAND VON NEBENAN kreist um die kleinen Gemeinsamkeiten
unterschiedlicher Menschen aus zwei Ländern, die seit langer Zeit eine
Nachbarschaft des "kalten Friedens" miteinander pflegen. Eran Kolirin
hat für seine Betrachtung dieses Kulturenkonflikts keine dramatische
Geschichte gewählt, sondern schildert fast schon beiläufig kleine
Ereignisse aus einem absurden Alltag - mit lakonischem Humor, perfektem
Timing und schwebender Melancholie.
DIE BAND VON NEBENAN ist ein Triumph der Menschlichkeit über alle kulturellen und politischen Differenzen hinweg.



Mittwoch, 27. Oktober 2010
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Patrice Leconte (Regie)
MEIN BESTER FREUND
Frankreich 2006 · 91 Minuten, deutsche Fassung

François (Daniel Auteuil) ist ein erfolgreicher Antiquitätenhändler, der nur für seine Arbeit lebt. Eines Tages ersteigert er gegen den Willen seiner Geschäftspartnerin Catherine eine griechische Vase, die sein Leben völlig verändert. Der Legende nach füllte Achilles, aus Trauer um seinen toten Freund Patroklus, das gesamte Gefäß mit seinen Tränen.
Catherine bezweifelt, dass je irgendjemand eine Träne um François vergießen wird und so schließen sie eine Wette ab: innerhalb von 10 Tagen soll François seinen besten Freund präsentieren. Er macht sich auf die Suche und muss bald feststellen, dass sich tatsächlich niemand zu ihm bekennen will. Je verzweifelter er sich zusammen mit dem Taxifahrer Bruno (Dany Boon) auf die Jagd macht, desto unachtsamer wird er gegenüber seiner Umwelt. Er bemerkt nicht einmal, dass ihn die ganze Zeit ein wahrer Freund begleitet.

Einmal mehr fasziniert Patrice Leconte mit einer fein beobachteten Geschichte über Identitätssuche und späte Lebenserkenntnisse. In Frankreich war MEIN BESTER FREUND ein großer Publikumserfolg mit über einer Million Zuschauern.