das war 16/17 ...


Dienstag, 27. Juni 2017
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Regie: Icíar Bollaín
EL OLIVO - Der Olivenbaum
Spanien 2016, 96 Minuten

Mit Zärtlichkeit, emotionaler Wahrhaftigkeit und tragikomischem Humor erzählt „El Olivo“ die Geschichte einer jungen Frau, die auszieht, das Unmögliche zu
versuchen: Eine
Reise, die niemanden unberührt lässt, am wenigsten sie selbst.
Alma ist Anfang 20, rebellisch und impulsiv. Ihre ganze Liebe gilt ihrem Großvater, der nicht mehr spricht, seit die Familie vor Jahren gegen seinen Willen den uralten Olivenbaum verkauft hat, und langsam im Nebel des Alters zu verschwinden droht. Alma beschließt zu handeln: Sie will den Olivenbaum nach Hause zurückholen, um so dem Großvater seinen größten Wunsch zu erfüllen. Doch der Baum steht längst als Symbol für Nachhaltigkeit eingetopft im Atrium eines Düsseldorfer Energiekonzerns.
Hals über Kopf stürzt sich Alma in eine Reise, die Don Quijote alle Ehre machen würde.

Um so mehr, als die beiden Sancho Pansas, ihr schräger Onkel Alcachofa und ihr still verliebter Kollege Rafa, keine Ahnung davon haben, wie schwierig die Unternehmung ist, auf die sie sich da einlassen.


Dienstag, 16. Mai 2017
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Ein Film von Anke Hentschel
UNBELEHRBAR
Deutschland/Israel 2010, 96 Minuten

Ellen beschließt im Alter von 40 Jahren, endlich Lesen und Schreiben zu lernen. Da in der Volkshochschule ihres Heimatortes kein Kurs dazu angeboten wird, zieht sie gegen den Willen ihrer Familie ins nahe Berlin. Dort ist sie das erste Mal völlig auf sich alleine gestellt und wird konfrontiert mit der plötzlichen Erfahrung, unabhängig zu sein. Doch Ellen steckt  voller Optimismus und hat den Mut zur Konsequenz.

Die Regisseurin Anke Hentschel zeigt in ihrem Film „Unbelehrbar“ die Probleme einer Person mit Lese- und Rechtschreibschwäche, die Barrieren, mit denen diese täglich konfrontiert ist, und den mutigen Weg, dies zu ändern. Darsteller: Lenore Steller, Youssef Jammoul, Thorsten Merten, Liv Lisa Fries, Katharina Schmalenberg, Lutz Blochberger.

Im Anschluss Informationsaustausch und Gespräch zum Thema Analphabetismus im Rahmen der Schwerpunktaktion des Soroptimist Clubs Mödling und mit Unterstützung von Capitolino.

SOROPTIMIST



Dienstag, 11. April 2017
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Regie: Hans Petter Moland
EIN MANN VON WELT
Norwegen 2010, 107 Minuten

Ulrik (Stellan Skarsgård) ist gerade den schwedischen Gardinen entronnen, da stellt sich ihm die Frage ­ neues Leben oder altes?
Eigentlich möchte er schleunigst die ungnädige Vergangenheit so weit wie möglich hinter sich lassen. Seinen Sohn will er wiedersehen und sich an dessen Nachwuchs erfreuen. Wie es sich für einen in die Jahre gekommenen Gangster gehört. Er findet einen Job in einer Autowerkstatt, bekommt eine Topfpflanze geschenkt und verliebt sich in die Tochter vom sehr redseligen Chef. Eine verschrobene alte Dame gibt ihm Kost und Quartier und will als Gegenleistung lediglich auch ihren erotischen Appetit gestillt wissen. Einem ganz normalen Leben steht also eigentlich nichts mehr im Weg...
Wenn da nicht die offen gebliebenen Rechnungen wären. Sein Gangsterfreund Jensen bedrängt ihn, dort weiterzumachen, wo er einst aufgehört hat. Doch ganz so einfach gehen Familie und Verbrechen eben nicht zusammen.

Subtiler Humor, entwaffnendes Understatement, skurriler Charme ­ die norwegische Komödie EIN MANN VON WELT steht in der besten Tradition skandinavischen Kinos. Regisseur Hans Petter Moland gelang eine unwiderstehlich lässige und eloquente Komödie über ein Leben im Imperfekt in einer durch und durch rationalisierten Welt.

Wettbewerb Berlinale 2010: Leserpreis der Berliner Morgenpost



Dienstag, 7. März 2017
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Regie: Steven Soderbergh
LIBERACE
USA 2013, 114 Minuten

Bis zu seinem Tod im Februar 1987 war es Wladziu Valentino Liberace gelungen, seine Homosexualität vor der Öffentlichkeit geheim zu halten. Der als Liberace bekannt gewordene Pianist und Entertainer trat regelmäßig in Las Vegas auf und wurde durch sein schnelles Klavierspiel (er konnte 6.000 Noten in nur zwei Minuten korrekt wiedergeben), vor allem aber durch seine exzentrischen Bühnenshows und seinen ausschweifenden Lebensstil berühmt: „Too much of a good thing is wonderful!“
Als „Too much of a good thing“ mag dem Entertainer auch der wesentlich jüngere Scott Thorson erschienen sein, der ihm nach einer Show vorgestellt wird. Liberace verfällt dem jungen Mann aus der Provinz, und zwischen den beiden entwickelt sich eine über Jahre streng geheim gehaltene Affäre. Doch im Lauf der Zeit wird daraus eine von Exzessen und Schönheitsoperationen, von großen Gefühlen, Eitelkeiten und Eifersucht begleitete Beziehung. Mit: Michael Douglas, Matt Damon, Scott Bakula, Rob Lowe.




Dienstag, 24. Jänner 2017
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Regie: Roschdy Zem
MONSIEUR CHOCOLAT
Frankreich 2016, 115 Minuten

Der Film erzählt die auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte des erfolgreichen ersten schwarzen Zirkusclowns Frankreichs, gespielt von Ziemlich-Beste-Freunde-Darsteller Omar Sy.

Frankreich, kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts: Auf der Suche nach neuem Talent entdeckt der Clown George Footit (Chaplin-Enkel James
Thiérrée) den aus der Sklaverei entflohenen Chocolat (Omar Sy), der mit einem kleinen Wanderzirkus durchs Land reist. Die beiden Außenseiter freunden sich an und entwickeln eine gemeinsame Bühnenshow, die schnell zu einem großen Zuschauermagneten wird. Auftritte in den größten Zirkushäusern von Paris machen Footit und Chocolat schließlich landesweit bekannt. Doch der große Ruhm treibt nicht nur einen Keil in die Freundschaft der beiden, sondern zieht auch die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich. Chocolat muss feststellen, dass er viele Feinde hat, die den Erfolg eines schwarzen Künstlers nicht dulden werden …



Dienstag, 20. Dezember 2016
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Regie: Mirjam Unger
MAIKÄFER FLIEG
Mit Ursula Strauss, Gerald Votava, Heinz Marecek, Hilde Dalik u.a.
ÖSTERREICH 2016, 100 Minuten

Wien 1945: Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Zeit der russischen Besatzung, gesehen mit den Augen der neunjährigen Christine. Ausgebombt und mittellos kommt sie mit ihrer Familie in einer noblen Nazi-Villa in Neuwaldegg unter. Nach der Kapitulation der deutschen Soldaten quartieren sich die Russen im Haus ein. Alle fürchten sich vor den als unberechenbar geltenden russischen Soldaten. Nur Christine nicht.

Regisseurin Mirjam Unger behält in ihrer Adaption des autobiografischen Romans von Christine Nöstlinger sowohl die inhaltliche Struktur als auch die Perspektive der 9-jährigen Christine bei. Deren Beobachtungen sind flink, humorig und in ihrer trotzigen Naivität sehr weitsichtig. So muss Krieg gewesen sein, so lapidar im Alltag, so stechend im Bauch, so lustig, weil man an einem Wundertag den Teller ablecken durfte, ohne geschimpft zu werden, falls es einmal doch etwas Gutes zu Essen gab.



Dienstag, 25. Oktober 2016
19:30 Uhr
Stadttheater Mödling

Regie: Werner Herzog
KÖNIGIN DER WÜSTE
Mit Nicole Kidman, James Franco, Robert Pattison u.a.
USA 2014, 123 Minuten, dF

Gertrude Bell (Nicole Kidman) ist ihrer Zeit weit voraus. Während die Mehrheit der Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihr Leben noch ausschließlich der Familie widmet, zieht es die gebildete Engländerin im Anschluss an ihr Oxfordstudium nach Teheran. Ursprünglich als kurzes Abenteuer geplant, wird Reisen schon bald zu Gertrude Bells Passion. Überwältigt von der Natur und der Kultur des Nahen Ostens, beschließt sie, ihr Leben dem Land und seinen Menschen zu widmen. Sie macht sich als Schriftstellerin, Archäologin und Forscherin einen Namen, um letztendlich als politische Beraterin und Diplomatin des britischen Königreichs zu einer der mächtigsten Frauen ihrer Zeit zu werden.
Was Gertrude in ihrer Karriere zugutekommt, erweist sich jedoch als umso schwieriger für das private Glück. In England nie verheiratet, verliebt sie sich während ihrer Reisen in den spielsüchtigen Diplomaten Henry Cadogan (James Franco). Sein tragischer Tod und der Verlust seiner Liebe hinterlassen für immer tiefe Spuren, die auch die spätere Beziehung zum verheirateten Charles Doughty-Wylie (Damian Lewis) beeinflussen.
Getrieben von der Fremde und der Einsamkeit kämpft Gertrude Bell unermüdlich für ihre Überzeugungen und die Menschen des Nahen Ostens …

Mit spektakulären Landschaftsaufnahmen, einem bildmalerischen Soundtrack und seinem ganz ureigenen Rhythmus für Drama und Gefühl erzählt Regie-Legende Werner Herzog die faszinierende Lebensgeschichte der Frau, die als „weiblicher Lawrence von Arabien“ Historie schrieb.