das war 17/18 ...



Mittwoch, 27. Juni 2018 um 19.30 Uhr

AKTE GRÜNINGER

Alain Gsponer
CH/Ö/D 2013, 90 Minuten


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Februar 1939: Die Schweiz schließt ihre Grenzen für jüdische Flüchtlinge. Doch weiterhin gelangen Hunderte von Menschen ohne gültiges Visum über die Grenze. Zur Überprüfung der illegalen Grenzübertritte wird vom Chef der eidgenössischen Fremdenpolizei, Heinrich Rothmund, eine Untersuchung eingeleitet. Polizeiinspektor Robert Frei (Max Simonischek), ein junger, ehrgeiziger und obrigkeitsgläubiger Beamter, wird in den Kanton St. Gallen beordert. Dort kommt er einem Hilfssystem auf die Schliche, das von breiten Teilen der Bevölkerung getragen und vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger (Stefan Kurt) ermöglicht wird. Im Laufe der Ermittlungen erhärtet sich der Verdacht, dass Grüninger Flüchtlinge ohne gültige Visa hereinlässt, auch Dokumente fälscht und Flüchtlinge illegal über die Grenze bringt. Grüninger gesteht Frei zwar seine Taten, doch dass er damit gegen das Gesetz und somit gegen die Staatssicherheit handle, will er partout nicht einsehen. Er tue dies aus reiner Menschlichkeit und könne nicht anders. Frei ist irritiert. Grüningers Uneinsichtigkeit und der Anblick der hilfesuchenden Flüchtlinge lassen bei ihm Zweifel an der Richtigkeit seines Auftrags aufkommen.




Mittwoch, 23. Mai 2018 um 19.30 Uhr

KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN

Naomi Kawase /  Japan/F/D 2015, 109 Minuten


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Tokio, Zeit der Kirschblüte. Sentaro steht wie jeden Tag in seiner winzigen Bäckerei, als die betagte Tokue vorbeikommt. Sie möchte als Aushilfe anfangen. Sentaro reagiert ablehnend - bis er Tokues An, eine traditionelle süße Bohnenpaste, probiert. Diese ist so unbeschreiblich gut, dass der Bäcker sofort alle Bedenken über Bord wirft und die Frau einstellt. Bald entsteht zwischen Tokue und Sentaro, die beide ein Geheimnis haben, eine Freundschaft. Und das Geschäft erblüht - denn die An-Zubereitung ist für Tokue nicht einfach eine Arbeit. Vielmehr zeigt sich darin ihre tiefe Verbundenheit mit der Natur und ihr Respekt vor dem Leben...





Montag, 26. März 2018 um 19.30 Uhr

LIEBE HALAL

Assad Fouladkar /  D/Libanon 2015, 94 Minuten

LIBE HALAL

Eine vergnügliche Gesellschaftskomödie über die erotische Liebe im Islam.

Im libanesischen Beirut vibriert das Leben. Hier leben junge Frauen und Männer, die die Regeln des Islams respektieren und trotzdem Spaß an der Liebe haben wollen. – Doch was ist erlaubt? Wie geht Liebe halal?
Die schöne Loubna hat sich gerade von ihrem Mann getrennt und hofft auf einen Neuanfang mit ihrer Jugendliebe Abou Ahmad, der sich jedoch nur eine Ehe auf Zeit und zum Vergnügen wünscht. Awatef hat das Hausfrauenleben gründlich satt. Die Scherereien mit ihren Töchtern sind jedoch nichts gegen die allnächtliche Bürde, mit ihrem liebeshungrigen Mann schlafen zu müssen. Kurzerhand beschließt sie, eine Zweitfrau zu engagieren, doch damit gehen die Probleme erst richtig los. Direkt nebenan wohnt der eifersüchtige Mokhtar mit seiner hübschen Frau Batoul. Leider hat sich Mokthar im Eifer des Gefechts schon drei Mal von Batoul getrennt. Um sie zurückzugewinnen, muss er nach islamischem Gesetz zuerst einen anderen Mann für sie finden.
LIEBE HALAL ist eine vergnügliche Gesellschaftskomödie über erotische Liebe im Islam. Mit Sinn für die Verrücktheiten des Alltags beobachtet Regisseur Assad Fouladkar, wie sich Anziehungskraft und Sinnlichkeit zwischen den Grenzen des Gesetzes und den stets aufmerksamen Blicken der Nachbarn austoben können. Eine wunderbar bunte und verwickelte Komödie, die uns die Liebe mit anderen Augen sehen lässt.


Mittwoch, 31. Jänner 2018 um 19.30 Uhr

MOMMY

Ein Film von Xaver Dolan  /  Kanada 2014, 139 Min.

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Berlin -
Eine abwegige Vorstellung vielleicht, aber eine, die sich bei diesem Film aufdrängt: Wie sähe ein Film über eine leidenschaftliche Verbindung zwischen einer alleinerziehenden Mutter und ihrem halbwüchsigen Sohn im deutschen Zielgruppen-Kino aus? Sinnlos, darüber nachzudenken: Es gäbe ihn gar nicht. In einer ideologisch auf die Mutter-Vater-Kinder-Familie geeichten Film- und Fernsehproduktions-Landschaft kann eine derartige Beziehung nur als Schreckbild inszeniert werden, wenn überhaupt. Wann immer von alleinerziehenden Müttern und ihren Kindern die Rede ist, muss es eine Elends-Demonstration sein, da sind keine Figuren zu sehen, sondern Beweisstücke.
– Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/2679756 ©2017

In "Mommy" versuchen ein gewalttätiger Teenager und seine überforderte Mutter, sich als Kleinfamilie neu zu erfinden. Xavier Dolan liefert ein Kinoerlebnis voll umwerfender Pop-Momente - einer der Filme des Jahres.
Drei, vier, fünf Sekunden dauert Steves Kuss auf den Mund seiner Mutter. Zu lang und zu intensiv, als dass er dem 15-Jährigen als unbedacht übermütiger Akt verziehen werden könnte. Und doch ist etwas an diesem Kuss, das die Mutter genießen kann und dem sie hinterhertrauert, als er schließlich vorbei ist.
Wie dieser Kuss ist auch Xavier Dolans fünfter Film "Mommy": Zu lang, zu intensiv, halb Übergriff, halb Zärtlichkeit - und genau deshalb ein Triumph, an dessen Ende man sich fragt, warum man sich im Kino eigentlich so häufig mit weniger zufriedengibt.
Nach dem Tod seines Vaters ist der mit ADHS diagnostizierte Steve (Antoine-Olivier Pilon) fast drei Jahre lang von Jugendheim zu Jugendheim verschoben worden. Als er in einer Cafeteria zündelt und einen anderen Jungen lebensgefährlich verletzt, ist das nächste Jugendheim keine Option mehr, nun steht psychiatrische Verwahrung an. Doch das will ihm seine Mutter Die (Anne Dorval) nicht zumuten. Obwohl sie kaum genug Geld für sich selbst aufbringen kann, nimmt sie den Jungen wieder bei sich auf.



Mittwoch, 20. Dezember 2017 um 19.30 Uhr

NUR FLIEGEN IST SCHÖNER

Ein Film von Bruno Podalydès    /  F 2015, 105 Min.

Nur Fliegen ist schöner - Bild 2

In der französischen Komödie Nur Fliegen ist schöner versucht ein 50-jähriger Grafikdesigner, mit einem Kayak seinem Traum vom Fliegen näher zu kommen.
Handlung von Nur Fliegen ist schöner
Auf zu neuen Ufern ist Michel (Bruno Podalydès) schon lange nicht mehr unterwegs. Der 50-Jährige arbeitet Tag für Tag am Computer als Designer für Infografiken. Erst ein Traum über den französischen Luftfahrtpionier Jean Mermoz weckt wieder etwas Abenteuerlust in dem Grafiker, der ganz nebenbei auch eine Leidenschaft für Luftpost hegt.
Dass er noch nie selbst ein Flugzeug gesteuert hat und nur einen Scooter fährt, will er nun ändern. Doch woher kann er eine Maschine bekommen, um seinen Traum vom Fliegen doch noch zu erfüllen? Erst als er auf ein paar Fotos eines Kajaks stößt, das ihn an einen Flugzeugrumpf erinnert, entdeckt er das Paddeln für sich. Mit dem Boot bricht er ohne seine Frau Rachelle (Sandrine Kiberlain) zu Wasser auf und findet im Ausflugslokal der Wirtin Laëtitia (Agnès Jaoui) und ihrer Kellnerin Mila (Vimala Pons) eine ideale Basis, um seinem Leben wieder etwas Aufregung zu verleihen. (ES)


Dienstag, 21. November 2017 um 19.30 Uhr

TONI ERDMANN

Ein Film von Maren Ade  /  D/Ö 2016, 162 Min.



Peter Simonischek ist „Toni Erdmann“ und er ist Winfried, 65, ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines – gespielt von Sandra Hüller – ist eine Karrierefrau, die um die Welt reist um Firmen zu optimieren. Vater und Tochter könnten also nicht unterschiedlicher sein: er, der gefühlvolle, sozialromantisch 68er, sie, die rationale Unternehmensberaterin, die bei einem großen Outsourcing Projekt in Rumänien versucht aufzusteigen und sich in einer Männerdomäne zu behaupten.
Da Winfried zu Hause also nicht viel von seiner Tochter zu Hause sieht, beschließt er nach dem Tod seines Hundes sie spontan zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht er sie mit Scherzgebiss und Sonnenbrille in der Lobby ihrer Firma. Ines bemüht sich gute Miene zu machen und schleppt ihren Vater in seinen alten Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Doch der Besuch führt nicht zu einer Annäherung. Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und der unterschwelligen Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben zwischen Meetings, Hotelbars und unzähligen Emails. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse und es kommt zum Eklat zwischen den beiden.
Doch statt wie angekündigt Bukarest zu verlassen, überrascht er Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Toni mischt sich in Ines Berufsleben ein, mit der Behauptung, der Coach ihres Chefs zu sein und startet einen Amoklauf aus Scherzen. Überraschend lässt Ines sich auf sein Angebot ein und Vater und Tochter machen eine verblüffende Entdeckung: Je härter sie aneinandergeraten, desto näher kommen sie sich.



Montag, 23. Oktober 2017 um 19.30 Uhr

SUFFRAGETTE

Ein Film von Sarah Gavron  /  GB 2016, 107 Min.

SUFFRAGETTE

Maud Watts (Carey Mulligan) arbeitet seit ihrem siebten Lebensjahr im Londoner East End in einer Wäscherei. Inzwischen ist sie mit ihrem Kollegen Sonny (Ben Whishaw) verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Über die Qualität ihres Lebens stellt sich Maud nur wenige Fragen, bis sie eines Tages bei einem Botengang für ihren Boss Taylor (Geoff Bell) in einen Aufstand der Suffragetten gerät. Unter den Steinewerferinnen ist auch Mauds Kollegin Violet (Anne-Marie Duff), die mit Herzblut für das Frauenwahlrecht kämpft. Zunächst will Maud nichts von dieser Gruppierung wissen, lässt sich dann aber von Violet und ihren Freundinnen überreden, an einem geheimen Treffen der Bewegung teilzunehmen. Vom Kampfgeist ihrer Mitstreiterinnen angesteckt und einer Rede der Suffragetten-Anführerin Emmeline Pankhurst (Meryl Streep) angestachelt, ist Maud bald bereit, immer militanter für die Frauenrechte einzutreten. Dabei setzt sie nicht nur Job und Familie, sondern auch ihr Lebens auf Spiel…



Dienstag, 19. September 2017 um 19.30 Uhr

DIE POESIE DES UNENDLICHEN

Ein Film von Matt Brown  /  GB 2015, 109 Min.

Der brillante Mathematikprofessor G.H. Hardy (Jeremy Irons) erkennt Ramanujans Talent und lädt ihn nach England ins Trinity College nach Cambridge ein

Das koloniale Indien des Jahres 1913: Srinivasa Ramanujan (Dev Patel) ist 25, einfacher Büroangestellter – und ein genialer, intuitiver Mathematiker. Doch weder Familie noch Vorgesetzte würdigen bzw. erkennen, welche Fähigkeit Srinivasa hat. Er wendet sich an den britischen Mathematikprofessor G. H. Hardy (Jeremy Irons), der am Trinity College in Cambridge arbeitet. Hardy merkt schnell, dass ihn ein großes Talent kontaktiert hat. Der Professor holt Srinivasa nach England, gegen Widerstände akademischer Kollegen, und das junge Mathegenie macht Theorien zu Formeln, nach denen die Mathematik nicht mehr so ist wie davor. Doch Srinivasa, der seine Frau Janaki (Devika Bhisé) in Indien zurückließ, ist auch im neuen Land ein Außenseiter. Schwer hat er dafür zu kämpfen, seine Ideen in einem abweisenden, elitären Kollegenkreis durchzusetzen, zumal auch die Gesundheit bald streikt…

Basiert auf wahren Begebenheiten.